Unter
Geistigem Eigentum (auch intellektuelles Eigentum, engl. intellectual property)
werden absolute Rechte an immateriellen Gütern verstanden. Geistiges Eigentum
wird daher auch als Immaterialgüterrecht bezeichnet. Inhaber eines solchen
Rechts ist z. B. der Anmelder eines Patents oder der Schöpfer eines
urheberrechtlichen Werks. Meistens unterliegen diese Rechte Einschränkungen
durch Rechte der Allgemeinheit, wie etwa dem Zitatrecht für urheberrechtlich
geschützte Werke, dem Recht zur Erstellung einer Privatkopie, dem Recht,
Forschung ohne patentrechtliche Einschränkungen betreiben zu dürfen, dem Recht
von Künstlern auf Parodien oder dem Grundrecht, sich aus allgemein zugänglichen
Quellen frei zu unterrichten.
Die Idee
eines geistigen Eigentums entstand erst in der Neuzeit aus naturrechtlichen
Wurzeln. Vor allem ab dem 18. Jahrhundert entwickelte sie sich im Zusammenhang
mit dem Nachdruck von Büchern als Gegenstand der Rechtswissenschaft und
Rechtsphilosophie weiter. Die Bezeichnung Immaterialgüterrecht entstand dagegen
erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts.
Diese
Rechte und ihre abgeleiteten Rechtsderivate sind in der Regel durch
internationale Abkommen geschützt.
Begriff des
„geistigen Eigentums“
Der Begriff
des „geistigen Eigentums“ wurde vielfach – auch in der juristischen Literatur –
kritisiert. Die Naturrechts- bzw. Eigentumstheorie ist nur eine von vielen
Begründungen zur Gewährung von Immaterialgüterrechten, die vor allem beim
Urheberrecht und – historisch überholt – beim Patentrecht angewendet wird.
Anhänger anderer Theorien halten die Bezeichnung daher für verfehlt; sie stelle
eine fehlerhafte Analogie zum Sacheigentum her. Stattdessen wird häufig der von
Josef Kohler 1907 geprägte Begriff „Immaterialgüterrecht“ verwendet. Der
vielleicht wichtigste Verfechter einer Theorie des geistigen Eigentums war der
im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts wirkende Oberbergrat Rudolf
Klostermann.
Von einigen
Kritikern des Immaterialgüterschutzes wird der Begriff daher als ideologisch
besetzt (Kampfbegriff) kritisiert,[1] weshalb von ihnen die Bezeichnungen
„immaterielle Güter“, „immaterielle Monopolrechte“ oder auch „geistige
Monopolrechte“ eingeführt wurden. Diese Begriffe wiederum seien, so die Befürworter
des Begriffs „geistiges Eigentum“, propagandistisch abwertend und stellten zu
Unrecht eine Beziehung zu Monopolen her.
Trotz
gewisser Mängel scheint sich der naturrechtliche Begriff des geistigen
Eigentums gegenüber anderen Begriffen durchzusetzen. Dies ist auch auf die
Arbeit der WIPO und ähnlicher Organisationen zurückzuführen. Zunehmend folgt
die Benennung von Organisationen der neuen Begrifflichkeit, wie beim
Max-Planck-Institut für Geistiges Eigentum, Wettbewerbs- und Steuerrecht
(zuvor: „für gewerblichen Rechtsschutz und Urheberrecht“) erkennbar wird. Der
aktuelle Trend bei der Begrifflichkeit geht also eher weg von einer Verwendung
des zu schützenden Guts und hin zur Verwendung der umgesetzten Systematik zur
aktuell gewählten bzw. gültigen Schutzmethodik.
Arten
Übersicht
Folgende
sehr unterschiedliche und miteinander konkurrierende Rechte werden unter dem
Begriff „geistiges Eigentum“ zusammengefasst:
Schutzrechte
Schutz
geistiger Schöpfungen und verwandte Schutzrechte
Urheberrecht
Recht des
ausübenden Künstlers
Recht des
Herstellers eines Tonträgers
Recht des
Sendeunternehmers
Recht des
Lichtbildners
Recht des
Verfassers sichtender wissenschaftlicher Ausgaben
Recht des
Datenbankherstellers
Recht am
eigenen Bild
Namensrechte
Gewerbliche
Schutzrechte
Technische
gewerbliche Schutzrechte
Patente
Gebrauchsmuster
Sortenschutz
(Pflanzenzüchtungen)
Halbleiterschutz
bzw. Schutz von Topographien
Nichttechnische
gewerbliche Schutzrechte
Marken
(ehemals Warenzeichen)
Geografische
Herkunftsangaben
Geschmacksmuster
(Designs und Modelle)
Geschäftliche
Bezeichnungen (Unternehmenskennzeichen und Werktitel)
Geschäftsgeheimnisse
Wettbewerbsrechtlicher
Leistungsschutz
Mit dem
Begriff „Schutzrechte“ werden üblicherweise die oben genannten Rechte mit
Ausnahme der Geschäftsgeheimnisse und des wettbewerbsrechtlichen
Leistungsschutzes zusammengefasst. Die „gewerblichen Schutzrechte“ sind die
Schutzrechte außer Urheberrecht, Recht am eigenen Bild und Namensrecht, weil
diese Rechte im Ursprung privater bzw. persönlicher Natur sind.
Das
geistige Eigentum wird teils mit dem Lauterkeitsrecht und dem Kartellrecht
zusammengefasst. Das so entstandene Gebiet wird als Grüner Bereich (nach der
Fachzeitschrift GRUR, die einen grünen Einband hat) oder Wettbewerbsrecht i. w.
S. bezeichnet.
Geistiges
Eigentum und Sacheigentum
Das
geistige Eigentum ist nicht mit dem sachenrechtlichen Eigentum gleichzusetzen.
Gemeinsamkeiten
Die im
Sachenrecht geltenden Grundsätze finden auch im Immaterialgüterrecht Anwendung:
geistiges
Eigentum und Sacheigentum gewähren ein absolutes Recht, das es dem Inhaber
erlaubt, das Immaterialgut zu nutzen und jeden Dritten von der Nutzung dieses
Gegenstands auszuschließen.
es können
nur solche Rechte erworben werden, welche der Gesetzgeber geschaffen hat
(Typenzwang), etwa Patentrecht oder Gebrauchsmuster, Urheberrecht oder
Geschmacksmuster, Markenrecht. Gegenstand (welche Immaterialgüter sind
schutzfähig) und Inhalt des Rechts sind durch den Gesetzgeber vorgegeben. Davon
abweichende Rechte können vertraglich nicht vereinbart werden;
das
Trennungs- und Abstraktionsprinzip ist auch im Recht des geistigen Eigentums zu
beachten (umstritten für das Urheberrecht, z. B. dagegen: Schricker, § 31, Rn.
2);
die
vermögensrechtliche Zuordnung knüpft an ein nach außen offenkundiges Ereignis
an, etwa durch die Eintragung in ein öffentliches Register (Offenkundigkeits-
oder Publizitätsprinzip). Das Urheberrecht entsteht allerdings bereits mit der
Schöpfung des Werkes und nicht erst mit der Aufführung oder Veröffentlichung.
der
Gegenstand, an dem das Immaterialgüterrecht besteht, muss hinreichend bestimmt
sein (Bestimmtheitsgrundsatz)
Sacheigentum
kann in der Regel vollständig vom Rechteinhaber auf eine andere Person
übertragen werden (abgeleiteter oder derivativer Rechtserwerb) und es können
einzelne Befugnisse zur Nutzung eingeräumt werden (ursprünglicher oder
originärer Rechtserwerb). Dies gilt grundsätzlich auch für geistiges Eigentum.
Eine Ausnahme stellt jedoch das Urheberrecht in Deutschland dar, welches von
einem Rechtsvorgänger nur im Wege des Erbrechts erworben werden kann.
Die Nutzung
geistigen Eigentums und Sacheigentums kann gesetzlich beschränkt werden, z. B.
durch rechtliche Schranken zugunsten Dritter oder der Allgemeinheit. Dabei
können auch zwangsweise Nutzungsrechte eingeräumt werden (z. B. Notwegerecht,
Zwangslizenzen im Patentrecht).
Unterschiede
Soweit
geistiges Eigentum in einem Persönlichkeitsrecht (droit moral) besteht ist es
im Gegensatz zum Sacheigentum in der Regel nicht auf eine andere Person
übertragbar (z. B. Urheberpersönlichkeitsrecht, s. §§ 12 ff., 29 UrhG, oder
Erfinderpersönlichkeitsrecht, s. §§ 37, 63 PatG).
Immaterialgüter
sind ubiquitär (allgegenwärtig). Dadurch kann ein Immaterialgut verschiedenen
Rechtsordnungen gleichzeitig unterliegen. Daher müssen geistige Eigentumsrechte
gegebenenfalls in mehreren Ländern angemeldet werden (soweit Anmeldung
erforderlich). Das Sacheigentum unterliegt dagegen nur dem Recht des Ortes, an
dem sich die Sache belegen ist.
Immaterialgüter
können nicht-rivalisierend, von beliebig vielen Personen gleichzeitig, genutzt
werden. Erst durch die Zuweisung von Monopolrechten wird eine künstliche
Knappheit erzeugt, während die Ausschließlichkeit der Nutzung bei körperlichen
Gegenständen ständig und untrennbar durch ihrer Natur bewirkt wird.
Der
strafrechtliche Schutz des geistigen Eigentums erfolgt durch die jeweiligen
Schutzgesetze. Die Vorschriften der Eigentumsdelikte (Diebstahl, Raub usw.) von
Sachen finden hingegen im Immaterialgüterrecht keine Anwendung.
Es gibt
einen großen Anteil Immaterialgüter, denen die Rechtsordnung kein
Immaterialgüterrecht zuweist. Dies sind z. B. im Urheberrecht gemeinfreie
Werke, zum Beispiel einzelne Worte oder Akkorde (geringe Schöpfungshöhe), oder
Werke, deren Schutzdauer abgelaufen ist (Aufhebung der Schutzrechte, Freigabe).
Dagegen sind herrenlose Sachen die Ausnahme.
Herrenlose
Sachen können wieder Gegenstand des Eigentums werden. Gemeinfreie Werke und die
Nutzung abgelaufener Patente bleiben dagegen auf Dauer frei.
Geistiges
Eigentum ist zeitlich begrenzt und die Einschränkungen bei den zugeordneten
Rechten sind erheblich umfangreicher und weitgehender als beim Sacheigentum.
Sacheigentum dagegen bleibt bis zum Untergang der Sache bestehen.
Da die Nutzung
von Immaterialgütern nur selten den Besitz eines Werkexemplars voraussetzt,
kann, im Vergleich zum Sachgut, sehr viel leichter auf das Immaterialgut durch
jedermann zugegriffen werden. Der Schutz von Rechten, die am Immaterialgut
bestehen, stellt daher andere Anforderungen als der Schutz von Rechten am
Sacheigentum.
Es gibt
eine Vielzahl unterschiedlicher Arten von Immaterialgütern. Dadurch ist es
möglich, dass ein Immaterialgut unter verschiedenen Gesichtspunkten mehreren
unterschiedlichen Immaterialgüterrechten zugleich unterliegt (z. B. kann ein
Logo durch das Urheberrecht und das Markenrecht geschützt sein). Zusätzlich
besteht sehr häufig noch ein Eigentumsrecht an der Verkörperung. Der Inhaber
des Sacheigentums ist regelmäßig ein anderer als der Inhaber des
Immaterialgüterrechts. Eine nicht-triviale Komplexität in den möglichen
Rechtsansprüchen ist somit eher die Regel als die Ausnahme. Diese Vielfalt
erfordert weiterhin die Ausgestaltung durch ähnlich vielfältige,
unterschiedliche, gesetzliche Regelungen.
Lizenzen
Immaterialgüterrechte
werden häufig lizenziert. Es können einfache Lizenzen oder ausschließliche
Lizenzen durch den Rechtsinhaber erteilt werden. Die einfache Lizenz räumt dem
Lizenznehmer nur das Recht ein, das Immaterialgüterrecht zu nutzen. Der
Lizenzgeber kann daher mehrere einfache Lizenzen an mehrere unterschiedliche
Nutzer erteilen.
Eine
ausschließliche Lizenz gibt nur dem Lizenznehmer das Recht, das lizenzierte
Immaterialgüterrecht zu nutzen. Der Lizenzgeber kann daher nur eine
ausschließliche Lizenz vergeben. Wenn neben dem (ausschließlichen) Lizenznehmer
auch noch der Lizenzgeber zur Nutzung berechtigt sein soll, spricht man auch
von einer Alleinlizenz. Rechtlich wird die einfache Lizenz überwiegend als eine
Form der Rechtspacht angesehen. Die ausschließliche Lizenz wird als eine
dingliche Übertragung eines Verwertungsrechts auf den Lizenznehmer eingestuft.
Der Lizenznehmer einer ausschließlichen Lizenz ist in der Regel in einem
Verletzungsprozess aktivlegitimiert.
Geschichte
Zur
ausführlichen Geschichte der einzelnen Arten siehe dort.
Antike und
Mittelalter
In der
Antike sowie im Mittelalter gab es nur ansatzweise ein Recht am geistigen
Eigentum. Es gab jedoch in einzelnen frühen Kulturen zeitlich und räumlich
begrenzte Nutzungsrechte, beispielsweise an Rezepten oder an Zunftgeheimnissen.
Sofern keine Verbote bestanden, war eine Nachahmung erlaubt. Vor der Erfindung
des Buchdruckes durfte ein Buch beispielsweise abgeschrieben werden. Die Bearbeitung
eines Stoffes durch viele verschiedene Künstler und Autoren war der Normalfall,
ebenso die Übernahme oder Veränderung von Liedern und Musikstücken durch andere
Musiker.
Vor
Erfindung des Buchdruckes erfolgte die Belohnung des Schöpfers nicht durch
einen Verkauf von Werken, sondern durch Belohnungen, die ohne Rechtspflicht
erfolgten. Die Kunstschaffenden hatten meist eine gehobene gesellschaftliche
Stellung inne, wurden von einem Mäzen (oft einem Landesfürsten) gefördert, oder
waren in Klöstern oder Zünften organisiert und somit wirtschaftlich
abgesichert. Allerdings waren schon damals Plagiate verpönt und Autoren
fürchteten die Entstellung ihrer Werke bei der Vervielfältigung durch
Abschreiben. Wenn ein Autor keine Veränderung seines Textes wollte, behalf er
sich mit einem Bücherfluch – so wünschte Eike von Repgow, der Verfasser des
Sachsenspiegels, jedem den Aussatz auf den Hals, der sein Werk verfälschte.
Hier
berührt sich die rechtsgeschichtliche mit einer geistesgeschichtlichen
Beobachtung: auch die Zitierpraxis war in jenen Zeiten eine wesentlich andere,
weniger strenge, als heute. Der Rang eines Künstlers bemaß sich mehr nach
seinen handwerklichen Fertigkeiten als nach der Originalität seiner
Schöpfungen.
Privilegienwesen
und frühe Gesetze
Bereits im
späten Mittelalter, etwa ab dem 14. Jh., wurden Privilegien von den jeweiligen
Herrschern, zum Teil auch von freien Reichsstädten erteilt, die es alleine dem
Begünstigten erlaubten, ein bestimmtes Verfahren einzusetzen. Diese wurden durch
eine öffentliche Urkunde (litterae patentes, lat. offener Brief) erteilt. Ein
Beispiel ist die Reise in die Niederlande von Albrecht Dürer zum Schutz seiner
Kupferstiche durch Kaiser Karl V.
Oft bestand
der Zweck des Privilegs jedoch weniger im Ausschluss anderer, sondern in der
Befreiung von Zunftregeln oder anderen Vorschriften. Als erste gesetzliche
Regelung führte Venedig bereits 1474 ein Patentgesetz ein, nach dem ein
Erfinder durch die Anmeldung bei einer Behörde einen zeitlich begrenzten Schutz
gegen Nachahmung erhalten konnte.
Auch beim
Aufkommen des Buchdrucks im 15. Jahrhundert standen zunächst Privilegien auf
die technische Vervielfältigung, die oft eine erhebliche Investition
erforderte, im Vordergrund (Druckerprivilegien). Diese wurden oft nur für
bestimmte Werke erteilt, was dem Souverän gleichzeitig eine Möglichkeit zur
Zensur gab. Erst im 16. Jahrhundert kamen parallel hierzu Autorenprivilegien
auf, meistens erwarb jedoch der Verleger durch den Kauf des Manuskripts und der
Zustimmung des Urhebers zur Erstveröffentlichung ein ewiges Nachdruckrecht.
Auch das erste Urhebergesetz, die britische Statute of Anne (1710) orientierte
sich hauptsächlich am Schutz des Verlegers.
Naturrecht
und geistiges Eigentum
Im späten
18. Jahrhundert entwickelten naturrechtliche Philosophen (u. a. John Locke,
Immanuel Kant, Johann Gottlieb Fichte[2]) die Idee des geistigen Eigentums als
ein natürliches, angeborenes, und unveräußerliches Recht. Dabei wurde erstmals
deutlich zwischen dem Sacheigentum an Verkörperungen des Werkes, etwa an
Handschriften, Büchern, Vorrichtungen und dem Recht an Immaterialgütern, also
am Werk, an der Erfindung getrennt. Dem naturrechtlichen Standpunkt
entsprechend sollte das Urheberrecht ewig andauern. Die in der Folge entstandenen
Urhebergesetze sahen jedoch eine Schutzfrist für eine gewisse Zeit nach dem Tod
des Autors (post mortem auctoris) vor.
Internationale
Vereinheitlichung
Die
unbefriedigende rechtliche Zersplitterung durch die jeweils nur territoriale
Geltung der Gesetze zum Schutz geistiger Eigentumsrechte führte zu ersten
Vereinheitlichungen durch internationale Abkommen. So wurde 1883 die Pariser
Verbandsübereinkunft zum Schutz des gewerblichen Eigentums (PVÜ) geschlossen,
1886 folgte die (danach mehrfach revidierte) Berner Übereinkunft zum Schutz von
Werken der Literatur und Kunst ((R)BÜ). Als Dachorganisation wurde 1967 die
Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) gegründet.
Eine
Sonderstellung nimmt die 1957 gegründete Europäische Gemeinschaft ein, die
durch Verordnungen und Richtlinien auf Harmonisierungen hinwirkt. Die
einheitliche Auslegung wird dabei durch den EuGH gesichert. Außerdem können
beim 1994 durch die Verordnung Nr. 40/94 gegründete Harmonisierungsamt für den
Binnenmarkt (HABM) Gemeinschaftsmarken und Gemeinschaftsmuster, die im gesamten
Gebiet der EU gelten, angemeldet werden.
Geistiges
Eigentum als Ware
Es gibt
Unternehmen, die nur ihr Geistiges Eigentum (engl.: Intellectual Property) als
Wirtschaftsgut vermarkten. Solche Unternehmen stellen keine Waren im
eigentlichen Sinne her (Fabless), sondern - im weitesten Sinne - Baupläne und
lizenzieren sie an Hersteller-Unternehmen. Einige Beispiele:
Yachtdesign
Chip-Design
(s. a.: IP-Cores, Rambus Incorporated)
Im
Patentbereich werden Patentinhaber, welche nicht selbst forschen oder Waren
herstellen (en:non practicing entities), gelegentlich als Patent-Troll bezeichnet.
Aus wettbewerblicher Sicht wird deren Machtausübung überwiegend abgelehnt[3]
Kritik
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Die
menschliche Zivilisation hat sich durch Sprache, Kommunikation, Zugang zu
Kulturgütern und Austausch von Wissens entwickelt. Sowohl technische
Erfindungen als auch Kunstwerken, Mode, Architektur, Design, Musik oder
Literatur, befinden sich stets im Wandel, und bauen dabei stets auf vorherige
Innovationen auf. Neue Werke sind fast immer Weiterentwicklungen, Verbindungen
oder Verfeinerungen älterer Ideen.
Kritiker
des Schutzes von geistigem Eigentum behaupten, dass es mit Monopolen auf Wissen
vergleichbar sei und eine schädliche und prohibitive Wirkung auf Wirtschaft und
Gesellschaft entfalten könne. Es ist umstritten, ob und inwieweit der Schutz
geistigen Eigentums den Urhebern, z. B. Erfindern und Künstlern, zugute komme.
Umstritten ist auch, wann und bei welcher rechtlichen Ausgestaltung der Schutz
geistigen Eigentums der Gesellschaft nutzt. Somit ist eine Abwägung von
Interessen von Rechteinhabern und Rechtenutzern, z. B. Verbrauchern oder
Verlagen notwendig. Ein Beispiel sind die Rechte von pharmazeutischen
Unternehmen an Medikamenten gegen HIV, welche in armen Ländern für den größten
Teil der Bevölkerung unbezahlbar sind.
Es wird oft
kritisiert, dass Rechteverwerter und Lobbyisten für geistiges Eigentum kaum zu
Kompromissen und Zugeständnissen bereit seien, sondern die gegenwärtigen
gesetzlichen Bestimmungen weiter verschärfen wollen.
Kritiker
schlagen vor, die Möglichkeit inklusiven Gebrauchs möglichst weit auszunutzen –
oder alternative Entlohnung der Urheber und Erfinder einzuführen. Diese
Entlohnung könne durch einen öffentlichen Träger, ein Pauschalvergütungssystem
(Kulturflatrate) oder über eine Vergütungspflicht (statt eines Nutzungsverbots)
oder auf freiwilliger Grundlage erfolgen.
Die wohl
schärfste Kritik des „Geistigen Eigentums“ wurde von Eben Moglen in seinem Text
dotCommunist Manifesto formuliert. Er argumentiert, dass etwas, das ohne
Mehrkosten allen nützlich sein könne, doch niemanden vorenthalten werden dürfe:
„Die
Gesellschaft sieht sich mit der schlichten Tatsache konfrontiert, dass der
Ausschluss vom Besitz schöner und nutzbringender intellektueller Erzeugnisse –
und von dem Wert all dieser Wissenszuwächse für die Menschen – nicht länger der
Moral entspricht, wenn jedermann sie zu den gleichen Kosten wie jede
Einzelperson besitzen kann. Hätte Rom die Macht gehabt, jedermann zu ernähren,
ohne dass daraus weitere Kosten als die entstanden wären, die für Cäsars eigene
Tafel zu zahlen waren, hätte man Cäsar mit Gewalt verjagt, wenn noch irgend
jemand hätte verhungern müssen. Das bürgerliche System des Eigentums verlangt
jedoch, Wissen und Kultur nach Maßgabe der Zahlungsfähigkeit zu rationieren.“
– Eben
Moglen: dotCommunist Manifesto
In den
letzten Jahren bildeten sich vermehrt politische Bewegungen, die den Begriff
"geistiges Eigentum" grundsätzlich ablehnen.[4] Insbesondere die
Piratenbewegung hat in Europa in kurzer Zeit viele Unterstützer gefunden, was
zu der Gründung mehrerer nationaler Piratenparteien geführt hat. Im
Zusammenhang mit der Verurteilung der Betreiber des BitTorrent-Trackers The
Pirate Bay stieg die Zahl der Unterstützer so stark an, dass es in Europa zu
einer parlamentarischen Beteiligung kam.[5]
Zumeist
richtet sich Kritik jedoch nicht gegen geistiges Eigentum an sich. Kritisiert
werden:
Strittige
Einzelaspekte
Englischsprachiger
Cartoon von der Hauptseite der Pirate Bay, der das Urheberrecht kritisiert.
Dauer von
Schutzfristen, welche die Notwendigkeiten ökonomischer Anreizsetzung
überschreite und deutlich über typischen gewerblichen Amortisationsfristen
liege
Weiterbestehen
der Nutzungsverbote für andere, auch wenn der geistige Eigentümer selbst keine
Nutzung mehr betreibt
Umfang und
Aufwand legislativer und exekutiver Staatstätigkeit zur Sicherung geistigen
Eigentums, womit Etatismus begünstigt werde
Hemmung und
Benachteiligung der Wirtschaftstätigkeit kleinerer und mittlerer Unternehmen
durch Rechtsrisiken
Erschwerte
Möglichkeit für kleinere und mittlere Unternehmen an gegenseitigen
Lizenzvereinbarungen größerer Unternehmen teilzunehmen
Verrechtlichung
der Gesellschaft und Anwachsen von Rechtsstreitigkeiten im Fall der Ausweitung
von Immaterialgüterrechten
Im
Urheberrecht: Privatkopie und technische Kopierschutz-Maßnahmen
Im
Patentrecht: Schutz biotechnischer Erfindungen, Software sowie die
Standardisierung patentierter Verfahren. Weiter kritisiert wird, dass der
Patentschutz auch dann besteht, wenn der Rechtsinhaber ein Patent innehat,
dieses aber nicht nutzt. Ein solches Verhalten diene insbesondere der
ungestörten Weiterverwertung bestehender Produkte und Abschottung gegen den
Geschäftsbereich des eigenen Unternehmens bedrohende Produkte und sei somit
kontraproduktiv zum ursprünglichen Sinn und Zweck der Patentgesetze als
Innovations-Förderungsmaßnahme. Ebenso werde die Freiheit des Wettbewerbs damit
eingeschränkt.
Im
Markenrecht: Reichweite der Verwechslungsgefahr
Die
vielerorts nur nationale bzw. regionale Geltung der Erschöpfung, die
Grauimporte verbiete
Die
Unterbindung von freiem Wettbewerb z. B. im Softwaremarkt durch Schutz für
Trivialpatente
Überforderung
von Gerichten und anwachsende Zufälligkeiten in der Rechtsprechungspraxis durch
die zunehmende Komplexität des Immaterialgüterrechts
Die
Einschränkung von Individualrechten und Datenschutz bei der Verfolgung von
mutmaßlichen Verstößen gegen Immaterialgüterrechte
Durchsetzung
und häufiger Missbrauch durch Abmahnungen gegenüber Privatpersonen bis hin zu
damit verbundenen Einschränkungen der Meinungsfreiheit
Allgemein
das Verhältnis einzelner Eigentumsrechte zu fremden Eigentumsrechten oder sonstigen
Grundrechten Dritter im Rahmen der Sozialbindung[6].
In einigen
Fällen, wie im Fall der Freien Software, bedienen sich Kritiker zur Sicherung
der Allgemeinverfügbarkeit freier Software selbst Formen geistigen Eigentums,
was wiederum von Firmen wie Microsoft und SAP als „Kommunismus“ kritisiert
wurde.
Globalisierung
Globalisierungskritiker
bringen vor, geistiges Eigentum nütze einseitig Industriestaaten und sei ein
Mittel, Entwicklungs- und Schwellenländer auszubeuten bzw. übe eine unfaire,
entwicklungshemmende Wirkung aus. Gerade diese Länder jedoch setzten in neuerer
Zeit immer mehr Gesetze zum geistigen Eigentum um, teils, da sie darin Vorteile
für ihre eigene Wirtschaft sähen, teils aufgrund wirtschaftlicher Zwänge und
wegen internationalen politischen Drucks, z. B. über die WTO.
Dieser
Druck werde teils auch durch fremdenrechtliche Reziprokitätsklauseln ausgeübt.
Das bedeute, ein Angehöriger eines fremden Staats erhalte nur insoweit Schutz,
als sein Herkunftsland den eigenen Bürgern Schutz gewähre.
Reziprozitätsklauseln wirkten wie eine protektionistische Handelsbeschränkung
(ein Inländer könne den Vertrieb ausländischer Produkte unterbinden, ohne dass
ein Ausländer ähnlichen Schutz erhalte), solange der andere Staat kein
ähnliches Gesetz erlasse. Abhilfe schafften hierbei bi- und multilaterale
Abkommen (wie TRIPS), die stattdessen Mindestschutzniveaus und das
Meistbegünstigungsprinzip vorsehe.
Die meisten
Übereinkommen enthielten außerdem meist nur Mindestschutzniveaus, aber keine
Höchstschutzniveaus oder Regeln über Schranken. Die Vereinheitlichung nutze
damit vor allem den Rechtsinhabern, aber nicht Dritten oder der Allgemeinheit,
die sich nicht auf ein „Mindestfreiheitsniveau“ verlassen könnten. Dies sei vor
allem bei Veröffentlichungen im Internet problematisch, da ein Rechtsinhaber
hier leicht „forum shopping“ betreibe und sich die restriktivste Auslegung
aussuchen könne.
Bei der
Harmonisierung setze sich darüber hinaus meist das weitest gehende Recht durch,
z. B. im Urheberrecht eine Schutzdauer von 70 Jahren nach dem Tod des Autors.
Nehme man an, dass der Umfang des Schutzes im internationalen Mittel einen
angemessenen Ausgleich zwischen dem Inhaber des Schutzrechts und der
Allgemeinheit darstelle, so verschiebe sich dieser zugunsten des Inhabers.
Geistiges
Eigentum ohne Rechtswirkung
Der Begriff
geistiges Eigentum sei ein politischer Begriff, weil materielle Vorteile von
den Implikationen des Begriffs geistiges Eigentum abhängten. Im praktischen
Recht spiele er keine Rolle. Da würden die von ihm zusammengefassten
Einzelrechte verhandelt. Der Begriff existiere also vornehmlich im
internationalen Recht mit politischer Agenda.
Unabhängig
von seiner Rechtswirkung habe der Begriff aber eine Bedeutung in der Theorie,
so lange Kreativität und Erfindung analysiert werden. Der Prioritätenstreit
zwischen Newton und Leibniz über die Erfindung der Infinitesimalrechnung habe
sich nicht auf Patentrecht und materielle Nutzung, sondern auf den Anspruch der
Originalität bezogen.
Rechtsquellen
Internationale
Verträge
Pariser
Verbandsübereinkunft zum Schutz des gewerblichen Eigentums (PVÜ) (1883)
Übereinkommen
zur Errichtung der Weltorganisation für geistiges Eigentum (1967)
Übereinkommen
über handelsbezogene Aspekte der Rechte des geistigen Eigentums (TRIPS) (1994)
Urheberrecht
und verwandte Schutzrechte
(Revidierte)
Berner Übereinkunft zum Schutz von Werken der Literatur und Kunst (RBÜ) (1988)
Welturheberrechts-Abkommen
(1971)
Internationales
Abkommen über den Schutz der ausübenden Künstler, der Hersteller von Tonträgern
und der Sendeunternehmen (Rom-Abkommen, KstlSchA) (1961)
Genfer
Übereinkommen zum Schutz der Hersteller von Tonträgern gegen die unerlaubte
Vervielfältigung ihrer Tonträger (TontrSchÜ) (1971)
WIPO-Urheberrechtsvertrag (WCT) (1996)
WIPO-Vertrag
über Darbietungen und Tonträger (WPPT) (1996)
Gewerblicher
Rechtsschutz
Madrider
Abkommen über die internationale Registrierung von Marken (MMA) (1891)
Protokoll
zum Madrider Abkommen über die internationale Registrierung von Marken (PMMA)
(1989)
Madrider
Abkommen über die Unterdrückung falscher oder irreführender Herkunftsangaben
auf Waren (MHA) (1891)
Haager
Abkommen über die internationale Hinterlegung gewerblicher Muster und Modelle
(HMA) (1925)
Internationales
Übereinkommen zum Schutz von Pflanzenzüchtungen (UPOV) (1961)
Vertrag
über die internationale Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Patentwesens
(Patentzusammenarbeitsvertrag – PCT) (1970)
Treaty on
Intellectual Property in Respect of Integrated Circuits
Wiener
Abkommen über den Schutz typographischer Schriftzeichen und ihre internationale
Hinterlegung (noch nicht in Kraft)
Regionales
Recht
Europäische
Patentorganisation (EPO)
Übereinkommen
über die Erteilung europäischer Patente (Europäisches Patentübereinkommen –
EPÜ)
Eurasische
Patentorganisation (EAPO)
Eurasisches
Patentübereinkommen (EAPÜ)
Europäische
Union (EU)
Verordnung
(EG) Nr. 40/94 über die Gemeinschaftsmarke (Gemeinschaftsmarkenverordnung –
GMV)
Verordnung
(EG) Nr. 6/2002 des Rates über das Gemeinschaftsgeschmacksmuster
Richtlinie
87/54/EWG über den Rechtsschutz der Topografien von Halbleitererzeugnissen
Richtlinie
89/104/EWG zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über die
Marken (Markenrichtlinie)
Richtlinie
91/250/EWG über den Rechtsschutz von Computerprogrammen
Richtlinie
98/44/EG über den rechtlichen Schutz biotechnologischer Erfindungen
(Biotechnologierichtlinie)
Richtlinie
98/71/EG über den rechtlichen Schutz von Mustern und Modellen
Richtlinie
2001/29/EG zur Harmonisierung bestimmter Aspekte des Urheberrechts und der
verwandten Schutzrechte in der Informationsgesellschaft
Richtlinie
2004/48/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29. April 2004 über
die Maßnahmen und Verfahren zum Schutz der Rechte an geistigem Eigentum
Übereinkommen
über das europäische Patent für den Gemeinsamen Markt
(Gemeinschaftspatentübereinkommen) (nicht in Kraft)
Deutschland
Oberste
Rechtsgrundlage ist Art. 14 GG, wobei Art. 1 (2) GG sich auch auf den Artikel
27 (2) der Menschenrechte bezieht. Spezifische Bestimmungen von Inhalt und
Schranken der exklusiven wirtschaftlichen Verfügungs- und Verwertungsrechte und
den zuständigen gesetzlichen Richter bestimmen:
Gesetz über
Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (Urheberrechtsgesetz – UrhG)
Gesetz
betreffend das Urheberrecht an Werken der bildenden Künste und der Photographie
(Kunsturheberrechtsgesetz – KunstUrhG/KUG) (Recht am eigenen Bild, sonst
weitgehend ersetzt durch das Urhebergesetz)
Patentgesetz
(PatG)
Geschmacksmustergesetz
– Gesetz über den rechtlichen Schutz von Mustern und Modellen (GeschmMG)
Gebrauchsmustergesetz
Sortenschutzgesetz
(SortSchG)
Gesetz über
den Schutz der Topographien von mikroelektronischen Halbleitererzeugnissen
(Halbleiterschutzgesetz – HalblSchG)
Gesetz über
den Schutz von Marken und sonstigen Kennzeichen (Markengesetz – MarkenG)
(Marken, Geschäftliche Bezeichnungen, Geografische Herkunftsangaben)und
Markenverordnung (MarkenV) Verordnung zur Ausführung des Markengesetzes
Bürgerliches
Gesetzbuch (Namensrecht § 12 BGB)
Gesetz
gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) (Geschäftsgeheimnisse und ergänzender
Leistungsschutz)
Gesetz über
die Erstreckung von gewerblichen Schutzrechten (Erstreckungsgesetz – ErstrG)
(Erstreckung der Rechte auf das Beitrittsgebiet)
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Paragraph 1. Vertragsparteien.
1. Die Parteien dieser öffentlichen Offerte (Vertrag über die Erbringung von Dienstleistungen), nachfolgend Vertrag oder Offerte genannt, sind:
a) der Auftragnehmer — eine Person, die diese Offerte gemacht hat und die Abwicklung dieses Vertrags gemäß seinen Bedingungen realisiert: Solcity World Investment and Development, und
b) der Auftraggeber — eine Person, die diese Offerte akzeptiert hat, und die Urheber eines Werkes ist.
Paragraph 2. Akzeptierung.
1. Der Auftraggeber akzeptiert diese Offerte im Fall und nach der Durchführung folgender Handlungen:
a) das Ausfüllen und Absenden dem Auftragnehmer der elektronischen Anmeldung nach der Form, die in diesem Vertrag festgesetzt und auf der offizielle Webseite des Auftragnehmers untergebracht ist; und
b) das Autoreferat, in dem hingewiesen ist, welches Werk der Autor geschaffen hat; und
c) die Liste mit Schlüsselwörtern (Kennungen), nach denen man im Internet das Autoreferat des Auftraggebers auf der Webseite des Auftragnehmers finden kann; und
d) die Durchführung der Unterbringung (“Hochladen“) des Werkes auf die Webseite des Auftragnehmers; und
e) die Bezahlung der Leistungen von dem Auftragnehmer in der vertragsgemäßen Größe und Ordnung.
2. Der Auftragnehmer überprüft die Angaben des Auftraggebers und unterbringt die Angaben über den Auftraggeber und über sein Autorenwerk auf der Webseite SciReg.org im Internet. Ab diesem Zeitpunkt gilt es, dass der Auftraggeber die Offerte akzeptiert hat und zur Partei des Vertrags geworden ist.
3. Der Auftragnehmer hat Recht, und der Auftraggeber ist damit natürlich absolut und vorbehaltlos einverstanden, ohne Erklärung der Gründe dem Auftraggeber in Akzeptierung dieser Offerte abzusagen.
Paragraph 3. Vertragsgegenstand.
1. Laut diesem Vertrag erbringt der Auftragnehmer Dienstleistungen, die mit der Organisation, Gestaltung und Führung des elektronischen Registers der Urheberrechte auf der speziellen Webseite des Auftragnehmers im Internet verbunden ist.
2. Laut diesem Vertrag ermöglicht der Auftragnehmer dem Auftraggeber entgeltliche Unterbringung (veröffentlicht) der Angaben über den Anmelder als Urheber des Werkes gemäß den Vertragsbedingungen.
3. Unter dem Autorenwerk der Partei versteht man die Schaffung des Gegenstandes der Urheberrechte, die im Bürgerlichen Gesetzbuch oder anderen Gesetzen des Aufenthaltslandes des Urhebers festgesetzt sind.
4. Der Auftragnehmer veröffentlicht die Angaben (Information), nachfolgend Resümee genannt, über den Anmelder als Urheber des Werkes im Register, das auf der offiziellen Webseite des Auftragnehmers im Internet untergebracht ist, gemäß den Vertragsbedingungen.
5. Der Auftragnehmer hat Recht, ohne Einverständnis mit dem Auftraggeber, und der Auftraggeber ist damit natürlich einverstanden, seine Verpflichtungen nach diesem Vertrag dem beliebigen Dritten nach eigenem Ermessen zu übergeben.
Paragraph 4. Register.
1. Das Register ist eine geordnete und einheitliche Registerdatenbank, die das Resümee des Auftraggebers enthält: Angaben über den Urheber, eingeschlossen Miturheber, den Titel des Autorenwerkes, das Datum der Publikation, das den Inhalt des Autorenwerkes und seine Einzigkeit erläuternde Autoreferat, sowie auch die einzigartige dem Urheber und seinem Werk automatisch vom Auftragnehmer angeeignete Registernummer, Schlüsselwörter (Kennungen), nach denen jeder die Angaben über den Urheber und sein Werk im Register auf der offiziellen Webseite des Auftragnehmers im Internet finden kann.
2. Das Autoreferat ist eine kurze Beschreibung des Autorenwerkes, das auf seine Einzigkeit und darauf, dass sein Urheber der Auftraggeber ist, hinweist.
3. Das Register wird elektronisch auf der offiziellen Webseite des Auftragnehmers im Internet geführt.
4. Die Angaben über den Urheber, das Autorenwerk und andere Angaben gemäß den Regeln für die Unterbringung der Angaben im Register außer der einzigartigen Nummer werden von dem Auftraggeber selbst auf der offiziellen Webseite des Auftragnehmers im Internet untergebracht.
5. Das Register, sowie auch die offizielle Webseite ist das Eigentum des Auftragnehmers.
6. Alle und beliebige Angaben, die von dem Auftraggeber gemäß den Vertragsbedingungen im Register untergebracht sind, sind das Eigentum des Auftragnehmers. Hiermit überträgt der Auftraggeber dem Auftragnehmer seine Urheberrechte für sein Autorenwerk nicht.
7. Die Regeln der Registerführung, Registergestaltung, der Unterbringung darin jeglicher Angaben (Information) sind in dem Anhang Nr1 zu diesem Vertrag, der ein integrierender Bestandteil des Vertrags ist. Die Regeln werden ausschließlich vom Auftragnehmer festgemacht. Der Auftragnehmer hat Recht ohne Einverständnis mit dem Auftraggeber und ohne Zustimmung des Auftraggebers, und der Auftraggeber ist damit natürlich einverstanden, in die Regeln der Registerführung beliebige Änderungen und (oder) Ergänzungen einzutragen. Die Regeln der Registerführung sind zweifellos für den Auftraggeber bindend.
Paragraph 5. Verpflichtungen der Parteien.
1. Laut diesem Vertrag verpflichten sich die Parteien (sind hiermit verpflichtet), natürlich freiwillig, alle Vertragsbedingungen, sowie auch alle und beliebige gemäß den Vertragsbedingungen festgesetzten Anlagen, Anhänge und (oder) Änderungen zu diesem Vertrag, sorgfältig und pünktlich zu erfüllen.
2. Der Auftraggeber verpflichtet sich die Dienstleistungen des Auftragnehmers in vertragsgemäßer Ordnung und im vertragsgemäßen Umfang zu bezahlen.
3. Der Auftraggeber ist verpflichtet für seinen Todesfall die Bedingungen dieses Vertrags einem Dritten zur Pflicht zu machen.
4. Im Fall der Urheberrechtsübertragung einem Dritten ist der Auftraggeber verpflichtet diesem Dritten seine Vertragsverpflichtungen zur Pflicht zu machen.
5. Der Auftraggeber hat ausschließliches Recht, sich in jeder Form auf sein im Register auf der offiziellen Webseite des Auftragnehmers im Internet veröffentlichte Resümee (Synopse, Autoreferat), im Fall der vollständigen und sorgfältigen Erfüllung seiner Vertragsbedingungen, zu berufen.
Paragraph 6. Bezahlung der Dienstleistungen des Auftragnehmers. Vertragspreis.
1. Der Auftraggeber verpflichtet sich, die Dienstleistungen des Auftragnehmers in Ordnung und zu dem Preis zu bezahlen, die in diesem Paragraph des Vertrags festgesetzt sind.
2. Der Preis einer Unterbringung des Resümees im Register beträgt 20 (zwanzig) US-Dollar — der Vertragspreis.
3. Die Zahlungsordnung der Geldsumme, die in diesem Paragraph des Vertrags festgesetzt ist, wird im Anhang Nr. 1 dieses Vertrags bestimmt.
4. Der Anmelder zahlt dem Auftragnehmer die Geldsumme, die im Punkt 2 dieses Vertragsparagraphs angegeben ist (bezahlt die Dienstleistung des Auftragnehmers) zum Zeitpunkt der Registrierung.
5. Die laut diesem Vertrag vom Auftraggeber dem Auftragnehmer bezahlten Geldsummen werden nicht zurückgegeben.
6. Jede Partei bezahlt alle und beliebige eigene gesetzliche mit der Erfüllung der Vertragsbedingungen verbundene Steuern, Gebühren und (oder) Abgaben selbstständig. Keine der Parteien ist Steuereinnehmer der anderen Partei.
Paragraph 7. Zurücktreten vom Vertrag.
1. Der Auftraggeber hat Recht von der Vertragserfüllung in Form von Nichtbezahlung der nächstfälligen laut diesem Vertrag festgesetzten Zahlung zurückzutreten.
2. Der Auftragnehmer hat Recht, auch einseitig, von der Vertragserfüllung zurückzutreten, ohne Ersetzung dem Auftraggeber irgendwelcher Kosten und (oder) Verluste (Schäden), sowie auch ohne Bezahlung jeglicher Geldstrafen und (oder) Mahngebüren und (oder) jeglicher anderer Vertragsstrafen, und der Auftraggeber ist damit natürlich völlig einverstanden, im folgenden Fall (in folgenden Fällen):
a) Nichtbezahlung vom Auftraggeber der Leistungen des Auftragnehmers im vertragsgemäßen Umfang und gemäß den Vertragsbedingungen; und (oder)
b) falsche Angaben des Auftraggebers; und (oder)
c) verschiedene andere technische Gründe.
Paragraph 8. Informationsaustausch.
1. Nach diesem Vertrag können die Parteien Information austauschen, und diese Information gilt für die Parteien als offiziell — per Telefon, Fax, Sms, Skype, elektronische Post und/oder schriftlich (auf Papier), falls nichts anderes im Vertrag bestimmt ist.
2. Nach diesem Vertrag können die Parteien Dokumente austauschen, und diese Dokumente haben für die Parteien rechtliche Gültigkeit und gelten als von den Parteien ordnungsgemäß erhalten — per Fax, Skype, elektronische Post, in schriftlicher Form auf Papier, falls nichts anderes im Vertrag bestimmt ist. Die Unterschrift im Dokument, das von der Partei per elektronische Post gesendet ist, wird von den Parteien anerkannt. Die Unterschrift im Dokument, das von der Partei per Fax gesendet ist, wird von den Parteien anerkannt. Die Unterschrift im Dokument, das von der Partei per Skype gesendet ist, wird von den Parteien anerkannt.
3. Neben dem Obengenannten können die Parteien elektronischen Dokumentenumlauf haben und alle beliebigen Dokumente mit der elektronischen digitalen Signatur (EDS) unterschreiben.
Paragraph 9. Schiedsgericht.
1. Alle Streitfälle zwischen den Parteien über die Auslegung dieses Vertrags und (oder) Erfüllung des Vertrags werden von den Parteien in Form von zweiseitigen Verhandlungen gelöst.
2. Sollte bei den Verhandlungen kein Kompromiss erreicht werden, entscheiden die Parteien ihren Streit im Schiedsgericht (in der Arbitrage) der Industrie- und Handelskammer von British Virgin Islands.
3. Für Satzungen des Prozessrechtes, auf Grund dessen die Parteien ihren Streit entscheiden, werden von den Parteien die Vorschriften des Schiedsgerichts (der Arbitrage) der Industrie- und Handelskammer von British Virgin Islands genommen.
4. Für Satzungen des materiellen Rechtes, auf Grund dessen die Parteien ihren Streit entscheiden, werden von den Parteien dieser Vertrag und Satzungen der internationalen Abkommen (Konventionen) genommen, die die Rechtsbeziehungen nach dem Urheberrecht regeln.
Paragraph 10. Andere Bedingungen.
1. Dieser Vertrag ist in schriftlicher und elektronischer Form, in einfacher Ausfertigung abgefasst:
a) der Vertrag in schriftlicher Form wird im Büro des Auftragnehmers aufbewahrt, und
b) in elektronischer Form ist auf der offiziellen Webseite des Auftragnehmers im Internet untergebracht.
2. Die Änderungen, Ergänzungen und (oder) Anlagen zu diesem Vertrag werden einseitig von dem Auftragnehmer in einfacher Ausfertigung auf Papier und in einfacher Ausfertigung in elektronischer Form abgefasst, die auf der offiziellen Webseite im Internet veröffentlicht wird, und der Auftraggeber ist damit natürlich einverstanden.
3. Die Änderungen dieses Vertrags werden von dem Auftragnehmer in der Form der Neufassung des Vertrags abgefasst.
4. Sollte der Auftraggeber mit den neuen Bedingungen nicht einverstanden sein, hat er Recht vom Vertrag gemäß der Vertagsordnung und den Vertragsbedingungen zurückzutreten